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Die Ausstellung denkt die frühsowjetischen Praktiken der Staatlichen Akademie der Kunstwissenschaften (GAChN, 1921–1930) neu. Eine der zentralen Aufgaben der Akademie, synthetisches Wissen über die Kunst zu schaffen, das verschiedene Denkweisen und Forschungsmethoden zusammenführt, kann heute außerhalb der traditionellen disziplinären Grenzen betrachtet werden. Das Konzept der Akademie deckt sich mit den zeitgenössischen Strömungen der hybriden Praktiken in Kunst, Theorie und Philosophie.


Das Projektteam verlagert die GAChN mit ihrer Idee einer „Enzyklopädie der Kunstterminologie“ aus dem historischen Kontext in die tatsächlich bestehenden Räumlichkeiten des Zentrums für Kreativwirtschaft „Fabrika“. Digitale Technologien machen die Ausstellung zu einem kontinuierlich arbeitenden Forschungsprozess, zu dem jede*r Interessierte beitragen kann. Nachdem sie am Eingang den Zugriff auf das digitale Interface der Ausstellung erhalten, beteiligen sich die Besucher*innen durch ihree Aktivität an der Gesamtsynthese. Das Hauptprodukt dieser Synthese – die Enzyklopädie 2.0 – eröffnet das zweite Jahrhundert der GAChN-Aktivitäten.


Konzept: Nikita Sazonow

Wissenschaftliche Beratung: Anke Hennig

Design-Code: Dmitri Olgin, Vita Schachnowitsch

Technische Betreuung: Zentrum für Digital Humanities Studien der Nationalen Forschungsuniversität – Hochschule für Wirtschaft (НИУ ВШЭ).


Organisatoren:

Die Ausstellung ist Teil des wissenschaftlich-künstlerischen Projekts Kunst-Forschung an der Ruhr-Universität Bochum (wissenschaftlicher Betreuer: Nikolaj Plotnikow), gefördert durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft.


Ort und Adresse der Veranstaltung:

Zentrum für Kreativwirtschaft „Fabrika“, Halle „Olivier“, Perewedenowski-Pereulok 18, U-Bahn-Station Baumanskaja, Moskau


12.03. – 15.04.2021

Organisatoren