Pressemitteilung. Pop-Up-Festival in Kasan im Rahmen des Deutschlandjahres
Pressemitteilung. Pop-Up-Festival in Kasan im Rahmen des Deutschlandjahres
In Kasan findet im Rahmen des Deutschlandjahrs in Russland 2020/2021 ein Pop-Up-Festival der deutschen Kultur und Sprache statt

 

Vom 19.-29. November 2020 findet in Kasan ein Pop-Up-Festival der deutschen Kultur und Sprache statt – ein bedeutendes Ereignis für das kulturelle Leben der Stadt. Im Rahmen des Festivals wird gemeinsam mit dem Zentrum für zeitgenössische Kultur „Smena“ das spezielle Programm „Rodina-set’“ organisiert, das eine Vielzahl an Projekten umfasst und in verschiedene Themenblocks aufgeteilt ist: ein Musik- und Filmprogramm, ein Ausstellungsprojekt sowie Bildungsangebote. Die Veranstaltung ermöglicht die Eröffnung neuer Horizonte im kreativen Dialog zwischen russischen und deutschen Kulturschaffenden. Wichtiger Teil des Festivals wird auch das Sprachprogramm für Deutschlernende und -lehrende sein. Ein großer Teil der Veranstaltung findet im Online-Format statt und steht allen Interessierten über die Website offen.

 

Dr. Heike Uhlig, Leiterin des Goethe-Instituts Moskau: „Es freut uns besonders, dass wir im Rahmen des Deutschlandjahrs in Russland 2020/2021 in Kasan zu Gast sein dürfen. Kasan ist eines der wichtigsten kulturellen Zentren Russlands und in den letzten Jahren sind hier eine Vielzahl an Initiativen im Bereich der Gegenwartskunst und Kultur entstanden, besonders auf dem Gebiet elektronischer Musik. In Deutschland spielt die Club- und Elektroszene ebenfalls eine große Rolle. Im Rahmen des Pop-up-Festivals in Kasan wird ein starker Akzent auf ebenjener elektronischen Musik liegen: deutsche und russische Musiker*innen und Kulturschaffende aus dem Musikbereich werden zusammenarbeiten und der Entwicklung der Elektro-Musik in beiden Ländern neue Impulse geben. Denn das ist es, was auch das Wesen dieses Deutschlandjahrs in Russland ausmachen soll: neue Allianzen, Partnerschaften und Impulse. Außerdem freuen wir uns, ein umfassendes Kultur-, Film- und Bildungsprogramm anbieten zu können, und dazu eine Vielzahl an Angeboten im Bereich Lernen und deutsche Sprache.“

 

Das spezielle Programm Rodina-set’ des Pop-Up-Festivals konzentriert sich auf moderne deutsche Musik und Audiokunst, was kein Zufall ist: in den letzten Jahren hat sich das Genre elektronischer und experimenteller Musik in Kasan aktiv entwickelt, was durch eine Reihe internationaler und lokaler Projekte, Residenzen, Kreativlabore und Festivals unterstützt wurde. Angelehnt an diese Erfahrung steht das Zentrum „Smena“ für eine moderne künstlerische Praxis an der Schnittstelle von Musik, Kunst und Technologie. Für die deutsche Seite vertritt Guido Möbius, Musiker, Produzent und Mitarbeiter des Berliner Festivals СТМ, eines der bedeutendsten Foren für Avantgarde-Musik und -Kunst, als Kurator das Projekt.

 

Das musikalische Programm umfasst Konzerte, audiovisuelle Performances und Präsentationen einer kreativen Zusammenarbeit von Musikschaffenden beider Länder. Das Line-up verbindet Tonexperimente ohne strenge Stilvorgaben mit aktuellem Elektro, Folklore, Noise Musik und moderner Kunstmusik.

 

Der Berliner Producer Debmaster, europaweit auf Festivals präsent, bereitet ein Live-Set unter Verwendung von Geräuschen aus dem gegenwärtigen Kasan vor, die Kasaner Musikschaffende für ihn aufgezeichnet haben. Das zweite Ergebnis internationaler Zusammenarbeit ist das Projekt Vatannar”, im Rahmen dessen der deutsche Komponist Guido Möbius und das Kasaner Elektro-Duo Djinn City tatarische Volkslieder mithilfe neuer Arrangements umdenken.

Gäste des Programms sind die deutschen Musiker*innen ORDAN, Jasmine Guffond, das Duo Les Trucs und die russischen Musiker*innen Kymatic Ensamble, Klotho, AIIID, Dima Nomer und Dalila Delarosa. Die Veranstaltungen finden im „Smena“, im Kasaner Kunstraum Werk” sowie im Berliner Kulturzentrum ACUD statt und werden online übertragen.

Im Rahmen des Ausstellungsprogramms im Zentrum für zeitgenössische Kultur „Smena“ stellt der deutsche Künstler Hanno Leichtmann die Sound-Art-Installation TRPT4769vor. Der Musiker greift in seinem kreativen Schaffen auf Archiv-Audiomaterial zurück, extrahiert aus hieraus Mikrofragmente, legt diese schichtweise übereinander und experimentiert mit Attack und Nachhall, wodurch einzigartige Tonkonstrukte entstehen.

Im Block mit den Bildungsangeboten sind Vorträge über die Geschichte der Musikszene in Deutschland enthalten. Unter den Vortragenden sind russische und deutsche Musiker*innen, Kritiker*innen und Vertreter*innen aus dem Bereich der Musikindustrie. Außerdem führt das Moskauer Ensemble Kymatic” einen Workshop für das Kasaner Publikum durch.

 

Im Rahmen des Filmprogramms sehen die Gäste russische Premieren von Dokumentarfilmen über Vertreter*innen der deutschen Musikszene: Felix in Wonderland“ und Conny Plank: Mein Vater, der Klangvisionär“.

 

Zusätzlich zum vielfältigen Kulturprogram des Pop-Up-Festivals wird gemeinsam mit der Staatlichen Universität Kasan ein Sprachprogramm für Schüler*innen, Studierende, Lehrer*innen und Dozent*innen sowie alle, die sich für die deutsche Sprache und das Thema Bildung interessieren, angeboten. Auf die Schüler*innen der unteren Klassen warten kreative Sprachübungen und eine Kinderuniversität, für die der höheren Klassen wurden Unterrichtseinheiten im Programmieren in deutscher Sprache vorbereitet. Im Rahmen des Sprachprogramms des Pop-Up-Festivals finden das Stadt-Quiz „Das deutsche Kasan“ und der Workshop „Musikfestivals in Deutschland“ mit Sprachassistent*innen des Goethe-Instituts sowie – in Zusammenarbeit mit der Nationalbibliothek der Republik Tatarstan – ein Wettbewerb für Kunstübersetzungen, methodische Seminare für Lehrer*innen und Dozent*innen der deutschen Sprache sowie weitere Veranstaltungen statt.

 

Das Deutschlandjahr in Russland 2020/2021

Im Rahmen des Deutschlandjahrs in Russland 2020/2021 findet eine Reihe toller Veranstaltungen statt, die von der Vielfalt des Lebens in Deutschland, seiner Sprache, Kultur und Gesellschaft erzählen. Neben Pop-Up-Festivals in Kasan, Krasnodar, Kaliningrad und Wladiwostok sind bis Ende Juni 2021 in ganz Russland Festivals und Kulturveranstaltungen, Jugend- und Diskussionsforen sowie wirtschaftswissenschaftliche Konferenzen geplant. Das Deutschlandjahr unterstützt außerdem von russischen und deutschen Partner*innen gemeinsam ausgearbeitete Projekte, die es sich zum Ziel gesetzt haben, die Beziehung zwischen Russland und Deutschland im Bereich der Kunst und Kultur, Sprache, Bildung und Wissenschaft, Gesellschaft, Wirtschaft und Technologien zu stärken. Als Organisator*innen des Deutschlandjahrs treten die Deutsche Botschaft Moskau, das Goethe-Institut Moskau sowie die Deutsch-Russische Außenhandelskammer auf.

 

Das Zentrum für zeitgenössische Kultur „Smena“ ist ein unabhängiges Projekt, das 2013 in Kasan seine Arbeit aufgenommen hat. „Smena“ umfasst eine Galerie für zeitgenössische Kunst, einen Lesesaal und einen Buchladen, gibt Bücher heraus und organisiert städtische Großveranstaltungen, darunter bereits zwölf Buchfestivals und drei internationale Festivals für Debüt-Dokumentarfilme („Rudnik“). Es finden durchgehend Ausstellungen moderner Kunst, Vorträge bekannter Persönlichkeiten aus dem Wissschafts- und Kulturbereich, Filmvorführungen, Konzerte, Residenzen für Kunstschaffende, Forschungsprojekte und vieles mehr statt. Das Zentrum ist beständiger Partner des Goethe-Instituts Moskau.

 

Pressekontakt:

 

Alexandra Bandrina,

PR-Managerin des Deutschlandjahrs in Russland 2020/2021

alexandra.bandrina@goethe.de

 

Alexandr Levin,
PR-Manager des Zentrums für zeitgenössische Kultur „Smena“
xlevkinx@gmail.com

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POP-UP FESTIVAL DER DEUTSCHEN KULTUR UND DER DEUTSCHEN SPRACHE IN KRASNODAR
16-25 April
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