Sport ohne Grenzen: Blindenfußball
Sport ohne Grenzen: Blindenfußball

Inklusion ist ein langwieriger Prozess, der in Russland noch am Anfang steht und auch in Deutschland noch lange nicht abgeschlossen ist. In beiden Ländern wächst jedoch das Bewusstsein für die Notwendigkeit einer gleichberechtigten Teilhabe. Inklusion wird zunehmend als ein gesamtgesellschaftlicher Auftrag verstanden, der alle Bürger*innen anspricht, unabhängig von ihrer gesellschaftlichen Stellung und Herkunft. Damit jedoch ein weitreichendes Bewusstsein für die Potenziale einer inklusiven Gesellschaft entstehen kann, müssen Menschen mit und ohne Behinderung miteinander in Austausch und Kooperation treten, auch grenzübergreifend. Blindenfußball bietet hierzu eine nahezu ideale Gelegenheit.

 

Die Zusammenstellung eines Blindenfußballteams ist bereits ein Vorbild in Inklusion. In der Mannschaft spielen sowohl sehende (Trainer*in, Guide und Torhüter*in) als auch blinde und sehbehinderte Spieler*innen zusammen. Beim Zuschauen werden unweigerlich Stereotype über blinde Menschen abgebaut. Denn die blinden Spieler*innen bewegen sich selbstständig über das Spielfeld, kämpfen um den Ball und schießen Tore. Beim Blindenfußball kann die breite integrative Kraft des Fußballs genutzt werden, um die Inklusion nachhaltig und gezielt zu unterstützen.

 

Eine zusammengewachsene internationale Gemeinschaft an Blindenfußballvereinen ist zudem ein Vorbild an Solidarität und gegenseitiger Unterstützung ungeachtet des sportlichen Wettbewerbs. Da Blindenfußball eine noch relativ junge Sportart ist, haben alle Akteur*innen das gemeinsame Ziel, diese Sportart weiterzuentwickeln, um möglichst vielen blinden und sehbehinderten Menschen die Teilhabe am Fußball – der weltweit populärsten Sportart und gesellschaftliches Ereignis – zu ermöglichen.

 

Im Film werden die verschiedenen Aspekte des Spiels näher beleuchtet. Außerdem werden die Spieler*innen und Trainer*innen ihre persönlichen Erfahrungen und einschneidende Erlebnisse teilen, die sie durch das Spiel bekommen haben.

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21.10.21
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