Dreißig. Ein Film von Simona Kostova
Dreißig. Ein Film von Simona Kostova

Ein Freitag im Oktober. 24 Stunden im Leben einer Clique von Freund*innen. Die sechs sind Anfang dreißig, ledig und wohnen in Berlin-Neukölln. „Heute, morgen, übermorgen, gestern – alles dasselbe, oder was?“ So heißt es an einer Stelle in diesem Film, dessen Sujet sich eher in den Dialogen als in den Aktionen entwickelt. Insofern findet sich hier ein ganz wunderbares Filmbeispiel für das, was man die „Berliner Schule“ genannt hat. Der Film exemplifiziert in verschiedenen Lebensgeschichten und Personenkonstellationen die Lebens- und Denkweise einer Generation – oder etwa nicht, oder ist das alles zu berlinerisch, zu deutsch, zu unrepräsentativ? Kurz nach seiner deutschen Erstaufführung kam dieser Film nach Russland. Die Regisseurin Simona Kostova wurde mit ihrem Debüt durch russische Kinokritiker*innen laut Umfrage des Magazins „Iskusstwo Kino“ als eine der 20 perspektivvollsten Filmmacher*innen auf diesem Planeten gefeiert und zur „Stimme der ideenlosen Hipster-Generation“ ernannt (kinoart.ru, 18.05.2020). Und jetzt – im Jahr 1 nach der Pandemie? Was stimmt denn jetzt noch von dieser Generationsanalyse, stimmt nichts mehr oder noch ein bisschen? Was für einen Film würde man denn heute drehen über einen psychosozialen Zustand, den die Regisseurin hier lapidar mit einem Wort benannt hat: „Dreißig“.

 

119 Minuten, in deutscher Sprache mit russischen Untertiteln, Regie: Simona Kostova (Erstaufführung: Berlinale 2019); Produktion: Deutsche Film- und Fernsehakademie Berlin GmbH (dffb) (Berlin), Russischer Verleih: cineticle films. Anschließend Publikumsgespräch mit der Regisseurin Simona Kostova und der Filmkritikerin und Journalistin Ksenia Reutova.

 

Organisatoren:

Goethe-Institut Sankt Petersburg

Cinema Lounge Angleterre


Ort und Adresse der Veranstaltung:

Angleterre Cinema Lounge, Malaja-Morskaja-Straße 24, Metrostation Admiralteiskaja, Sankt Petersburg


17.04.2021, 17:00 (Moskauer Zeit)

Organisatoren
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