Treffen mit der Künstlerinnengruppe Sanfte Frauen
Treffen mit der Künstlerinnengruppe Sanfte Frauen

Vom 23. April bis zum 23. Mai findet im Museum für moderne Kunst Art-Etage die Ausstellung „Wovon Meerjungfrauen singen“ statt, die sich aktuellen künstlerischen Trends und Themen in den Werken von Frauen widmet. Einige Teilnehmerinnen der Ausstellung, die Künstlerinnengruppe „Sanfte Frauen“, erforschen den gesamten Komplex der Mythen und Überzeugungen, was weibliche Wesen sind, was von ihnen erwartet wird und welche Funktionen ihnen auferlegt werden, welches System von Verpflichtungen sie belastet und was am Ende von ihnen bleibt. Eine der Missionen der Gruppe ist die Erforschung der Transformation der weiblichen Natur durch Rituale.

 

Das Treffen mit den „Sanften Frauen“ findet im Rahmen des Begleitprogramms zur Ausstellung im Pavillon des Festivals der deutschen Kultur und Sprache am Hafen statt. Die Zuschauer*innen erhalten Gelegenheit, mit den Künstlerinnen zu sprechen und ihre Eindrücke über die Ausstellung zu teilen.

 

Die Gruppe wurde 2008 von Alexandra Artamonowa und Evgenia Laptewa gegründet. Die Künstlerinnen leben und arbeiten in Kaliningrad und nahmen bereits an zahlreichen Ausstellungen und Residenzen in Russland, Europa und Asien teil.

 

Eines der wichtigsten Merkmale der Gruppe ist die Arbeit mit der Landschaft. Die Videos der „Sanften Frauen“, die praktisch ohne Menschen in der Natur gefilmt wurden, nehmen keinen direkten Kontakt zum Publikum auf. Diese meditativen, melancholischen Werke beinhalten eine Neuinterpretation alltäglicher und traditioneller Rituale. Die Landschaft wird ein Teil des Umdenkens.

 

Die neue Arbeit der Gruppe, die speziell für das Ausstellungsprojekt „Wovon Meerjungfrauen singen“ erstand, widmet sich nicht nur persönlichen Beziehungen zum Meer, sondern auch der tragischen Geschichten, die sich in den Gewässern der Ostsee und des Japanischen Meers im Laufe der Jahre ereigneten. Als Objekte verwenden die Künstlerinnen Seile, die sie nach Stürmen am Ufer gefunden haben, als geflochtene Zöpfe von Frauen. Wie kann die Naturlandschaft die Geschichte eines neuen Werks prägen? Was wird aus der Landschaft im Film – eine Landschaft oder ein vollwertiger Akteur? Was verbindet die Ostsee und das Japanische Meer? Was kann die künstlerische Erzählung in Küstenstädten leisten? Neben dem Künstlerinnengespräch ist auch eine Live-Performance der Gruppe geplant.

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23.05.21
Wladiwostok
Kultur
Organisator: Goethe-Institut Nowosibirsk

Ort und Adresse der Veranstaltung: Pavillon des Festivals für deutsche Kultur und Sprache, Nizhneportowaja-Straße 1, Hafen, Wladiwostok

23.05.2021, 16:00 – 17:30 Uhr (Ortszeit)


Mit der Unterstützung von Sponsor: 
OOO „KNAUF GIPS“
Organisatoren
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