Kultur und Medien
Kultur und Medien
Interessieren Sie sich für die deutsche Kultur und die deutsche Sprache? Dann ist unser Longread genau das Richtige für Sie! Das ganze Jahr berichten wir nicht nur über wichtige Institutionen und Veranstaltungen in Deutschland, sondern auch über gemeinsame deutsch-russische Projekte und den Erfahrungsaustausch im Bereich Kultur und Medien. In unserem Longread finden Sie außerdem nützliche Informationen über Kunststipendien und Medien zum Deutschlernen.
Was haben die am weitesten voneinander entfernten Partnerstädte Russlands und Deutschlands gemeinsam?
Irkutsk und Pforzheim liegen 7.600 Kilometer auseinander – damit sind sie die am weitesten voneinander entfernten Partnerstädte Russlands und Deutschlands. Auch wenn die beiden Städte auf den ersten Blick wenig gemeinsam haben, lassen sich bei näherer Betrachtung doch einige ungewöhnliche Parallelen zwischen ihnen feststellen. So wird Irkutsk nämlich als die russische Hauptstadt der Holzarchitektur bezeichnet: Einzigartig ist, dass hier nicht nur einzelne Holzgebäude erhalten sind (obwohl „Spitzen“-Häuser und Holzsiedlungen der Dekabristen auch schön sind), sondern ein kompletter hölzerner Baukomplex, der vor einigen Jahren gebaute Komplex Irkutskaya Sloboda, der informell auch als der 130. Wohnblock bezeichnet wird.

Es handelt sich hierbei also um einen ganzen Block aus Holzhäusern, die entweder restauriert oder nach Zeichnungen nachgebaut wurden. Sie beherbergen heute Restaurants, trendige Cafés, Hostels und Galerien. Es ist schwer vorstellbar, was das mit Pforzheim zu tun hat, oder?

Und doch: Bis 2023 wird im Pforzheimer Stadtteil Arlingen Deutschlands höchstes Gebäude aus Holz fertiggestellt – das erste und einzige Holzhochhaus des Landes. Moderne Architektur in einer hölzernen Hülle ist nichts Neues, aber das Hochhaus in Pforzheim ist auch deshalb interessant, weil nicht nur die Fassaden, sondern auch einige der tragenden Strukturen aus Holz bestehen werden. Somit legt Pforzheim also gewissermaßen den Grundstein für die Holzarchitektur in Deutschland.

Doch damit nicht genug, denn die berühmteste schwäbische Spezialität, die Maultasche, soll im Kloster Maulbronn bei Pforzheim erfunden worden sein. Unzwar angeblich deshalb, weil die Mönche trotz der Fastenzeit Lust auf Fleisch hatten und dies vor dem Allmächtigen verstecken mussten (fast alle regionalen Knödelsorten haben solche Legenden). Die Geschichte erschien übrigens erstmals vor 200 Jahren in der Pforzheimer Stadtzeitung. Auch heute noch sind Knödel hier sehr beliebt: Man findet sie in vielen Variationen, von teuren Restaurants bis hin zum günstigen Street Food.

Ebenfalls eine Maultasche ist die wichtigste Spezialität aus Irkutsk, die an Manty oder Khinkali erinnernde burjatische Pose, die es an fast jeder Ecke in Irkutsk zu probieren gibt. Es ist somit eines der wenigen Beispiele in Russland, bei denen sich ein traditionelles Gericht auch als Street Food durchgesetzt hat.

Und schließlich eine dritte Gemeinsamkeit: Die Region Irkutsk ist nicht nur eines der Zentren des Goldbergbaus in Russland, sondern hat mit der Lagerstätte Sukhoi Log, die größte Goldmine der Welt auf seinem Gebiet. Gleichzeitig wird Pforzheim auch die „Goldene Stadt“ genannt, weil 70 Prozent aller Gold- und Silberwaren und 80 Prozent des Schmucks, den Deutschland exportiert, hier hergestellt werden. Es sind also nicht nur die Spitznamen, die das „Tor zum Baikal“ und das „Tor zum Schwarzwald“ miteinander verbinden.

Jüdische Museen in Berlin und Moskau
Das Jüdische Museum in Berlin und das Jüdische Museum in Moskau haben mehr als nur ein gemeinsames Thema. Denn beide sind hervorragende Beispiele dafür, wie ein Museum der Zukunft aussehen sollte: offen, interaktiv und barrierefrei. Zugänglich für Erwachsene und Kinder und dabei in der Lage, die Sprache seines Publikums zu sprechen. Ein Museum also, dessen Wert nicht nur in den einzelnen Artefakten, sondern in der Atmosphäre und der persönlichen Erfahrung des Besuchers innerhalb seiner Mauern liegt.

Das Jüdische Museum in Berlin ist hierbei nicht nur ein wahres architektonisches Meisterwerk, sondern auch ein Beispiel dafür, wie der Raum eines Museums aktiv dazu beiträgt, dass der Besucher tiefer in seine Materie eintauchen kann. So besteht das von dem dekonstruktivistischen Meister Daniel Libeskind entworfene Gebäude aus gebrochenen Linien, und langen Korridoren mit Rissen im Beton anstelle von Fenstern. Denn Libeskind versuchte, das Gefühl der Angst und des Verlusts, welches das jüdische Volk im Laufe seiner Geschichte verfolgte, in diesen Räumen wiederzugeben.

Die Ausstellung des Jüdischen Museums und Toleranzzentrums in Moskau konzentriert sich dabei mehr darauf, jüdische Traditionen, das Alltagsleben und die Religion über AR-Installationen, interaktive Stände, Filmvorführungen und Vorträge zu beleuchten. Dieses Museum, das längst über die Grenzen eines Museums im herkömmlichen Sinne hinausgeht, ist eine der ersten Einrichtungen dieser Art in Moskau. Und die innovativen Konzepte und Erfahrungen in Berlin haben bei ihrer Entstehung eindeutig eine wichtige Rolle gespielt.

Von der Fabrik zum Kunstzentrum: Leipzig und Wladiwostok
Was hat eine Nähfabrik in Wladiwostok mit einer Baumwollspinnerei in Leipzig gemeinsam? Viel mehr, als man denkt: Denn beide haben sich nach fast hundert Jahren in ihrer Bestimmung radikal gewandelt und sind zu Kunstzentren geworden, die nun den kulturellen Kontext auf Stadtebene prägen. Leipzig, eine Stadt zu der man bis vor kurzem nur die Assoziation einer Stadt „irgendwo in der DDR" hatte, ähnelt heute Berlin - nur ohne die Touristenmassen. Denn hier gibt es nicht nur viele Bars und Clubs für jeden Geschmack, sondern auch mit Graffiti überzogene Industrielandschaften, Ausstellungen in alten Gastanks und unterirdische Musikfestivals.

Und die ehemalige Baumwollspinnerei, deren Veranstaltungen Kunstinteressierte aus ganz Deutschland anziehen, spielt dabei eine große Rolle. Einer der Bewohner von „Spinneray“, die Künstlergalerien, Geschäfte, Werkstätten und sogar einen Bikerclub beherbergt, ist der berühmte deutsche Künstler Neo Rauch.

Mit seinen Backsteingebäuden, seiner Geschichte und seinem Wirken ähnelt „Zarya“ in Wladiwostok der Spinneray nicht nur auf den ersten Blick. Denn heute ist auch „Zarya“ ein echter Außenposten der zeitgenössischen Kultur und Kunst im Fernen Osten Russlands. Es somit zur ersten Kunstresidenz der Region mit mehreren Ausstellungsräumen, stilvollen Innenräume mit Hörsälen und Bibliotheken geworden und ist gleichzeitig einfach ein angenehmer Ort, um spazieren zu gehen und einen Kaffee mit Freunden zu trinken. „Zarya“ ist auch deshalb untypisch (vor allem für Russland), weil es nicht im Stadtzentrum liegt, sondern in einem gewöhnlichen Wohngebiet, einem Ort „für die Seinen“, der gleichzeitig die Kulturlandschaft von ganz Wladiwostok erheblich beeinflusst.

Leipzigs „Spinneray“ und Wladiwostoks „Zarya“ sind also zwei hervorragende Beispiele dafür, wie sich die zeitgenössische Kunst allmählich über die Grenzen der Megastädte hinausbewegt und neue Zufluchtsorte findet. Es ist ermutigend, dass es sowohl in Russland als auch in Deutschland immer mehr Beispiele für solche Orte gibt.

Berlin in Filmen und TV-Serien
Berlin, die Namensgeberin der weltberühmten Filmfestspiele, hat sich längst selbst einen Schauspielpreis verdient: Denn Berlin ist so vielfältig, dass es sich in Filmen und Fernsehserien oft für andere Städte und Länder ausgibt, diese also „spielt". Wir haben für Sie eine Auswahl von Filmen zusammengestellt, die Berlin bis zur Unkenntlichkeit verändert haben.

„Das Damengambit“

In der Serie, die alle zum Kauf von Schachspielen veranlasste, spielte Berlin Las Vegas, Mexiko-Stadt, Paris und Moskau, mit einigen erkennbaren Auftritten vom Kurfürstendamm und der Friedrichstraße. Moskau ist dabei besonders authentisch dargeboten: Denn die breite Frankfurter Allee im östlichen Teil Berlins erinnert sehr an das Moskau der 1960er Jahre.

„Homeland“

In der fünften Staffel der Kultserie ist ganz viel Berlin zu sehen. Und es hierbei sowohl sich selbst (zu erkennen: die Bezirke Mitte und Prenzlauer Berg, der Hauptbahnhof und der Potsdamer Platz) als auch Bezirk in Bagdad.

„Aeon Flax“

Der Film über eine post-apokalyptische Zukunft mit Charlize Theron in der Hauptrolle ist eine Enzyklopädie der eklektischen Architektur Berlins. Da ist die mexikanische Botschaft, das anatomische Institut der Charité und das Haus der Kulturen der Welt. Und dann sind da noch das faszinierende Bauhaus-Archivgebäude und das Krematorium Baumschulenweg.

„Die Hungerspiele“

Berlin-Fans werden den Flughafen Tempelhof und die orange gekachelte U-Bahn am U-Bahnhof Messe Nord/ICC aus dem letzten Teil der Saga um Katniss Everdeen erkannt haben. Einige der Szenen wurden außerdem in den wüsten Außenbezirken Berlins und dem CHP im Bezirk Mitte gedreht.

„The First Avenger: Konfrontation“

Captain America rettet die Welt vor der Kulisse Berlins: Das Kongresszentrum ICC und der orangefarbene Untergrund, den wir im vorherigen Punkt ansprachen, spielen hierbei eine wichtige Rolle. Auch können Sie hier die Gebäude des Regierungsviertels, den Hauptbahnhof und den Potsdamer Platz erkennen.

Bibliotheken als Teil der kulturellen Infrastruktur in Russland und Deutschland
Die alte Berliner Bibliothek „Unter den Linden“, liebevoll Staatsbibliothek-Ost genannt, ist nach einer Renovierung wiedereröffnet worden. Ihr westliches Pendant ist die Zweigbibliothek in der Potsdamer Straße. Die Restaurierung der Staatsbibliothek-Ost hat 15 Jahre gedauert und wurde für die Berliner fast zu so einer Endlos-Baustelle wie der kürzlich eröffnete Flughafen Berlin-Brandenburg.

Aber natürlich ist es nicht nur eine Bibliothek, sondern ein Co-Working-Space, ein Museum und ein traditioneller Lesesaal in einem: 230 Arbeitsplätze, eine Vielzahl historischer Artefakte (z. B. eine Uhr, deren Zeiger seit einem der Bombenangriffe im Jahr 1944 eingefroren sind), Hunderttausende von seltenen und sammelwürdigen Ausgaben und Handschriften von Mozart und Bach sind hier zu bestaunen. Trotz des modernen und vielfältigen Konzepts liegt der Schwerpunkt hier aber auf den lebendigen Protagonisten: Denn gerade in einer Zeit, in der alle möglichen Erfahrungen und Informationen online zugänglich zu sein scheinen, ist es wichtig, die Menschen an die Authentizität reell existierender, lebendiger Bücher und Manuskripte zu erinnern. Und in der Bibliothek „Unter den Linden“ ist diese Lebendigkeit mehr als anderswo zu spüren.

Längst sind Berlins Bibliotheken als Orte zum Lernen, Entspannen und Treffen ebenso Teil des städtischen Raum wie Cafés oder Parks. Dieser Trend verstärkt sich übrigens allmählich auch in den russischen Städten: Denn mit der Modernisierung von Bibliotheken, dem Entstehen von Hörsälen, Cafés und komfortablen Arbeitsplätzen nähern sie sich allmählich denen in Berlin an.

Deutsche Filme – Gewinner der Berlinale
Kaum zu glauben, aber in der Geschichte der Berliner Filmfestspiele haben deutsche Regisseure bisher nur ein paar wenige der Goldenen Bären, der höchsten Auszeichnung in der Geschichte des Festivals, abräumen können. Hier ist eine Auswahl der Gewinnerfilme:

„Ratten“ von Robert Siodmak (1955).

Im Ost-Berlin der Nachkriegszeit verkauft eine junge Frau ihr uneheliches Kind, um auf der Suche nach ihrem verlassenen Liebhaber in den Westen zu reisen.

„David“ von Peter Lilienthal (1979).

Ein Kriegsdrama über das Schicksal eines Rabbinersohns namens David, der während des Holocausts in Deutschland lebt. Der Film behandelt sein Erwachsenwerden, seine Suche nach sich selbst und seine Fluchtversuche nach Palästina.

„Palermo oder Wolfsburg“ von Werner Schröter (1980).

Die Geschichte eines gebürtigen Süditalieners aus der freien und unangepassten poetischen Welt Palermos, den es der Arbeit wegen nach Deutschland zieht und der dort auf die raue Welt Wolfsburgs trifft.

„Die Sehnsucht der Veronika Voss“ von Rainer Werner Fassbinder (1982).

Eine zufällige Begegnung zwischen einem ehemaligen Filmstar und einer Sportreporterin ist der Beginn einer seltsamen Beziehung. Denn nach und nach lüften ihr journalistisches Interesse, ihre Sympathie und ihr Mitgefühl die Geheimnisse der exaltierten Diva.

„Stammheim“ von Reinhard Hauff (1986).

Skandalfilm über den Prozess gegen die Linksterroristen der Baader-Meinhof-Gruppe („Rote Armee Fraktion“) im Stuttgarter Gefängnis Stammheim.

„Gegen die Wand“ von Fatih Akin (2004).

Sibel eine Türkin, die in Hamburg aufgewachsen ist leidet unter der Bevormundung durch ihre traditionalistisch geprägte Familie. Cahit ein in Deutschland lebender Türke trauert um seine verstorbene Frau. Aus einer Bekanntschaft in einer Klinik für gescheiterte Selbstmörder und einer Scheinehe wird für beide der Versuch, ein neues Leben zu beginnen.

Kandinsky, Jawlenski und Verevkina in Murnau
Die bayerische Stadt Murnau am Staffelsee wurde vor einem Jahrhundert zum Zentrum der Weltkunst als Wassily Kandinsky und Gabriele Münter, Marianne Verevkina und Alexey Yavlensky  hier zwar kurze, aber sehr glanzvolle Jahre verbrachten. Kandinsky traf Yavlensky und Verevkina in München. Nachdem die beiden ursprünglich nach Murnau gegangen waren „um Skizzen zu machen“, waren die Künstler von den Farben der Stadt und der Alpenlandschaft so inspiriert, dass sie auf die Idee kamen, sich dauerhaft in Murnau niederzulassen. Also zogen sie in die Stadt etwa 70 Kilometer südlich von München. Zwei Jahre später kamen dann Kandinsky und Münter dazu.

Für Kandinsky stellt diese Zeit einen Wendepunkt in seinem künstlerischen Schaffen dar. Denn hier in Murnau beginnt er die Arbeit an seinem Buch „Über das Geistige in der Kunst“, in dem er seine künstlerischen und ästhetischen Prinzipien ausformuliert. In den Bildern, die Kandinsky in Murnau malt und in denen die Umrisse der Straßen und Häuser von Murnau allmählich zu bizarren Farbflecken und Formenkombinationen werden, lässt sich gleichzeitig sein Übergang vom Expressionismus hin zur abstrakten Malerei nachvollziehen.

 

Auch für Verevkina und Yavlensky war die Murnau-Periode sehr fruchtbar. So erinnert sich Verevkina an diese Zeit als „eine wunderbare und freudige Zeit der Arbeit mit ständigen Gesprächen über Kunst“. Dem Leben in Murnau entstammen die lebendigsten und wiedererkennbarsten Landschaften sowohl von Verevkina als auch von Yavlensky. Denn in Deutschland, und insbesondere in Murnau, werden die Farben in ihren Werken immer kräftiger und die Formen immer konventioneller. Und das, obwohl beide als Realisten begannen (Verevkina war übrigens eine Schülerin von Repin).

 

Selbst wenn Sie noch nie etwas von Murnau gehört haben sollten, als malerisches Motiv auf Leinwand haben Sie es wahrscheinlich schon oft gesehen.

Berlins Innovation im Kunstsammeln
Das Kunstprojekt mit dem ironischen Namen „Artist Stop Being Poor» wurde von einem Berliner Kunsthändler gegründet, um junge Künstler zu unterstützen. Diesen hilft ASBP nicht nur bei der persönlichen Entfaltung, sondern bietet gleichzeitig eine Plattform zum Geld verdienen. Wie das? „Artist Stop Being Poor“ veranstaltet digitale Kunstausstellungen, die natürlich online stattfinden. Sammler können Kunstwerke aus diesen Ausstellungen als digitale Kopien in limitierter Auflage erwerben. Das wirft die Frage auf: Wie kann ein digitales Kunstwerk einzigartig sein, wenn es genommen und kopiert werden kann? Und wie werden Digitalkünstler für ihre Arbeit bezahlt?

Um die Originalität einer digitalen Kopie zu bestätigen und so ihre Verbindung zum Eigentümer zu sichern wird die sogenannte NFT-Technologie (non-fungible token) eingesetzt. Jedes Kunstwerk wird so zu einem Token - einer virtuellen Rechnungseinheit, die in einer Blockchain gespeichert wird. Der Unterschied zu Kryptowährungen besteht hierbei darin, dass jeder NF-Token einzigartig und seine Anzahl streng begrenzt ist, so dass die Verbindung zwischen dem Token (und damit dem Kunstwerk) und dem Besitzer unauflösbar ist.

Ein weiterer Teil des Projekts ist der Sammlerclub. Die Mitgliedschaft kostet nur 30 € pro Monat, und ihr Vorteil ist, dass die Mitglieder jeden Monat eine autorisierte Kopie eines Werks des „Künstlers des Monats“ erhalten - eine gute Möglichkeit für die Mitglieder, mit dem Sammeln von Kunst zu beginnen und für die Künstler, ihre Kunst zu verbreiten.

Eine „Wohneinheit“ in Berlin und ein Gemeinschaftshaus in Moskau
Moskau und Berlin haben viele Gemeinsamkeiten und radikale Bauexperimente sind eine davon. Die von Le Corbusier entworfene „Unité d'Habitation“ in Berlin wird oft mit dem Moskauer Narkomfin-Haus verglichen. Dies jedoch nicht so sehr wegen ihrer ideologischen Ähnlichkeit, sondern wegen ihres äußeren Erscheinungsbildes. Auch wenn das Narkomfin-Haus oft als Gemeindehaus bezeichnet wurde, sollte es eigentlich ein Übergangshaus sein, ein Bindeglied zwischen der bürgerlichen und der sozialistischen Lebensorganisation. Eben deshalb war das gemeinschaftliche Leben im Narkomfin-Haus keine Pflicht, sondern freie Wahl.

Ein echtes Moskauer Gemeindehaus ist in der Ordzhonikidze-Straße zu sehen. Das Gebäude, das ursprünglich als Wohnheim für das Textilinstitut dienen sollte, war nicht nur ein architektonisches sondern auch ein soziales Experiment in Sachen gemeinschaftlicher Wohnkultur. Der Raum war dabei so organisiert, dass jeder Schüler mit einem Minimum an persönlichem Raum auskam und so aktiv wie möglich am Gemeinschaftsleben teilnahm. Der Tagesablauf eines jeden Schülers war streng geregelt, was in erster Linie über die architektonische Struktur erreicht wurde. Heute ist das Gemeinschaftshaus übrigens restauriert und man kann sogar Ausflüge dorthin unternehmen.

Die Idee des Gemeinschaftshauses war Le Corbusier sehr nahe, der die Ansicht vertrat, dass „ein Haus eine Wohnmaschine“ sei. Dieses Prinzip setzte er zunächst in Marseille und später in Berlin in der Nähe des Olympiastadion mit seiner „Unité d'Habitation“ um, das wie ein Baukasten aus standardisierten Elementen zusammengesetzt ist und so zu einem Maßstab für die Massenproduktion werden sollte. Le Corbusier wollte damit erreichen, dass der Raum den Alltag der Menschen bestimmt und organisiert, nicht umgekehrt.


Natürlich hatten solche radikalen Ideen Ende der 50er Jahre in West-Berlin keine Chance, Fuß zu fassen, so dass die Habitat-Wohneinheit nie zu einem echten Gemeinschaftshaus wurde. Aber wie dem auch sei, formal entsprechen sowohl die Moskauer als auch die Berliner Variationen des Themas Gemeinschaftshaus den von Le Corbusier definierten „Fünf Punkte zu einer neuen Architektur“, mit den tragenden Säulen, den Dachgärten, einer freien Grundrissgestaltung, den übergreifenden Fenstern und der freien Fassadengestaltung. 

Deutsche Online-Museen
Vermissen Sie die deutsche Kulturszene? Heute stellen wir Ihnen fünf Museen in Deutschland vor, die Sie bequem von zu Hause aus besuchen können.

Museumsinsel in Berlin. Das von allen deutschen Museen am beeindruckendsten auf Google Arts & Culture aufbereitete Exemplar ist die Berliner Museumsinsel. Pergamonaltar und Ischtar-Tor, Geschichten und Ausstellungen, Sonderprojekte und sogar die Kulissen des Museums werden hier gezeigt. Wenn Sie ein bestimmtes Museum betreten möchten, scrollen Sie einfach zu den runden Symbolen ganz unten auf der Seite.

Steidel Art Institute. Das vielleicht komfortabelste und hochwertigste Online-Ausstellungsportal hat das Frankfurter Städel Museum. Derzeit sind es 13 Austellungen: von Tizian und Rembrandt bis Vasarely und Baselitz. Es gibt hier keine 3D-Rundgänge, sondern wunderschöne interaktive Geschichten, die ein vollständiges Eintauchen in das jeweilige Thema erlauben.

Deutsches Technisches Museum. Die Online-Ausstellung des Deutschen Technikmuseums auf Google Arts & Culture ist zwar nicht so umfangreich wie die der Museumsinsel, aber dennoch interessant und informativ. Besonders hervorzuheben ist die Ausstellung Next Stop: 1900! über die Geschichte der Eisenbahn.

Die Digitale Galerie des ZDF. Ein virtuelles Museum mit vier interessanten Ausstellungen. Beispielsweise eine Reflexion zum Thema Computerisierung des Zentrums für Kunst und Medientechnologie in Karlsruhe oder die Ausstellung Anselm Kiefer der Kunsthalle Mannheim.

Mercedes-Benz Museum. Das meistbesuchte Museum Stuttgarts wird heute überwiegend online betreten. Die faszinierende moderne Architektur, 9 Etagen, 125 Jahre Markengeschichte und 1.500 Exponate können auf der Website in ihrer Gesamtheit besichtigt werden.

Straßenkunst gegen Fremdenfeindlichkeit
Die eine heißt Graffiti Grandma, die andere nennt sich Barbara, doch niemand kennt ihre richtigen Namen. Beide sind bekannt für ihre plakative Straßenkunst unter dem Motto „Hass ist krass, Liebe ist krasser“: „Hass ist stark, aber Liebe ist stärker“. Beide Künstlerinnen kämpfen gegen Hass, Rassismus und Rechtsextremismus im städtischen Raum.

Graffiti Granny ist die 75-jährige Irmela Mensah-Schramm, eine pensionierte Lehrerin, die sich seit fast 40 Jahren für Toleranz und gegen Fremdenfeindlichkeit einsetzt. In dieser Zeit hat sie mehr als 80.000 Hassaufkleber und -plakate von Wänden und Laternenmasten abgekratzt. Auf den Straßen der Stadt läuft sie mit einer Sprühdose herum und verwandelt hasserfüllte Slogans in Liebesbekundungen. Manche sagen, dass Irmela mit ihren Aktionen die Redefreiheit anderer einschränkt, aber sie ist der festen Überzeugung, dass die Redefreiheit dort endet, wo Hass und Intoleranz beginnen.

Die Künstlerin Barbara ichwillanonymbleiben (ein Spitzname, der offenbar damit zusammenhängt, dass ihre Arbeit von nicht wenigen als barbarisch betrachtet wird) hat 360.000 Follower auf Instagram und 600.000 Follower auf Facebook. Sie folgt dabei dem Beispiel Banksys und gibt ihre Identität nicht preis. Barbara korrigiert höflich grammatikalische Fehler auf den Verbotsschilder im öffentlichen Raum. Dadurch, dass sie die Schilder mit Erklärungen und Kommentaren versieht oder zu einem Straßenschild oder Plakat lediglich ein paar neue Buchstaben hinzugefügt, äußert sie sich zu heiklen sozialen und politischen Themen. Auch kommt es manchmal vor, dass jemand direkt unter Barbaras Werk einen Dialog mit ihr beginnt, den die Künstlerin gerne aufgreift. Denn Street Art ist eine Ausdrucksform, an der sich jeder erfreuen an der jeder teilhaben kann.

Wie ist es, auf der deutschen Welle zu sein?
Die Deutsche Welle ist eines der beliebtesten deutschen Medien mit einem internationalem Publikum. Wir erzählen Ihnen in unseren Karten, wie es ist, auf der deutschen Welle zu sein. Die staatliche deutsche Rundfunkanstalt Deutsche Welle, die Teil der ARD-Gruppe ist, richtet sich an ausländische Zuschauer und Hörer und ist dabei auch online aktiv: Sie hat eine Website in 30 Sprachen und betreibt eine eigene Journalistenakademie.Die deutsche Welle hat ihren Hauptsitz in Bonn und ihr Hauptstudio in Berlin. Heute beschäftigt sie rund 3.000 Mitarbeiter, darunter freie Mitarbeiter aus 60 Ländern.

Die Deutsche Welle wurde einst gegründet, um internationale Kontakte in der jungen deutschen Bundesrepublik zu entwickeln und Beziehungen zu deutschen Auswanderern zu pflegen. Erstmals auf Sendung ging der Radiokanal am 3. Mai 1953. Damals wurden die Hörer des Senders, „Landsleute in aller Welt“, von Bundespräsident Theodor Heuss angesprochen.

Im August 1962, als der Sender begann über Ereignisse in der Sowjetunion zu berichten, gewann die Deutsche Welle ein russischsprachiges Publikum. In den 1990er Jahren wurde dann zum ersten Mal eine exklusiv russische Version der Deutschen Welle zusammengestellt: Bis zum Putsch im August 1991 produzierten deutsche Journalisten das Material für russischsprachige Hörer.


Die Deutsche Welle ist die einzige nationale Rundfunkanstalt in Deutschland, die aus dem Staatshaushalt finanziert wird. Nach Angaben der Redaktion ist die Aufgabe des Senders, „eine deutsche Perspektive auf das aktuelle Weltgeschehen“ abzubilden.

Freiberg und Freiburg: Wie kann man das bloß verwechseln?
In Deutschland gibt es zwei alte Universitätsstädte, deren Namen nur einen Buchstaben auseinander liegen, so dass man sie leicht verwechseln kann (noch leichter sogar als Frankfurt an der Oder und Frankfurt am Main). Sie heißen Freiberg und Freiburg. Sollten Sie sich einen Namen als Deutschland-Experte machen wollen, dann sollten Sie das beachten: beide Städte liegen am Rande Deutschlands: nur liegt Freiburg ganz im Westen, fast an der Grenze zu Frankreich, während Freiberg ganz im Osten, nahe der Grenze zu Polen liegt. In Freiburg leben außerdem fast sechsmal so viele Menschen wie in Freiberg.

Die Universität Freiburg ist eine der ältesten Universitäten Deutschlands und die Alma Mater so prominenter Persönlichkeiten wie Konrad Adenauer (erster Bundeskanzler Deutschlands), Paul Ehrlich (Pionier der Chemotherapie) und Martin Heidegger (das muss man wohl nicht weiter erklären).

Die Bergakademie Freiberg, die als älteste Bergbauuniversität der Welt gilt, ist in Deutschland nicht so bekannt, hat dafür aber eine enge Verbindungen zu Russland: Lomonossow studierte hier und Mendelejew stand in engem Kontakt mit dem Freiberger Professor Winkler. Die Universität verfügt über ein Museum namens terra mineralia, eine der weltweit schönsten Sammlungen von Gesteinen und Mineralien.

Es gibt auch ein Stück Freiberg in Moskau: Sie erinnern sich vielleicht an das imposante Bogentor im Puschkin-Museum, in der Halle direkt rechts vom Eingang (wo die David-Statue steht). Dies ist ein Abguss des Portals des Freiberger Doms, das auch die „Goldene Pforte“ genannt wird.


Auch die Portale und der Chor des Freiburger Münsters sind wahre Meisterwerke der mittelalterlichen Architektur. Dafür aber muss man schon nach Deutschland fahren. Das Portal ist sehr hell und farbenfroh, was für eine gotische Kathedrale recht ungewöhnlich ist.

Die beliebtesten deutschen Zeitungen
In Deutschland werden die wichtigsten Publikationen nicht nur in der Hauptstadt veröffentlicht. Zwar berichten die regionalen Medien hauptsächlich über lokale Ereignisse, jedoch tut dies ihrer Relevanz und Beliebtheit bei den Lesern keinen Abbruch. In dieser Auswahl finden Sie die beliebtesten und einflussreichsten Zeitungen in Deutschland. Die 1952 gegründete Bild ist Deutschlands führende Tageszeitung mit der höchsten Auflage in Europa (1,5 Millionen Exemplare). Sie ist ein konservatives Blatt, das sich in der deutschen Bevölkerung jedoch einer großen Beliebtheit erfreut und die öffentliche Meinung zu aktuellen Themen prägt. Sie ist bekannt für ihre scharfen Schlagzeilen und ihre prägnante und leicht verständliche Sprache.

Die Welt ist eine Wochenzeitung, die 1946 in Hamburg gegründet wurde. Die britische Besatzungsmacht war an ihrer Entstehung beteiligt. Heute hat sie eine Auflage von 180 Tausend Exemplaren (früher 1 Million). Die Welt ist in 130 Ländern erhältlich. Wie Bild ist sie ein konservatives Medium.

Der Münchner Merkur ist eine 1946 gegründete Münchner Abonnementzeitung. Sie wird von Montag bis Samstag veröffentlicht und berichtet hauptsächlich über Veranstaltungen in und um Bayern. Der Münchner Merkur hat eine Auflage von 271.335 Exemplaren.


Die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) ist eine liberal-konservative Tageszeitung der rechten bürgerlichen Mitte, die seit 1949 erscheint. Die Redaktion hat ihren Sitz in Frankfurt am Main. Vier Redakteure verantworten die politische Ausrichtung der Zeitung. Die FAZ ist die beliebteste Ausgabe Deutschlands und erreicht nach Angaben der Zeitung 148 Länder.


Der Kölner Stadt-Anzeiger (KStA) ist eine in Köln erscheinende Tageszeitung. Im Jahr 2018 hatte sie eine Auflage von 251.994 Exemplaren, die höchste im Großraum Köln. Die Mainstream-Publikation, richtet sich, wie schon die oben genannte, an ein eher älteres und konservativeres Publikum. Um auch jüngere Leser anzusprechen, wurde 2004-2006 eine weitere Beilage zum KStA gedruckt.

Lernen Sie Deutsch oder möchten Sie Ihre Schulkenntnisse auffrischen? Wir haben einige nützliche Ressourcen für Sie zusammengestellt
Das Goethe-Institut bietet eine ganze Reihe von Online-Materialien für alle Stufen an. Anfänger können zum Beispiel den Deutschtrainer A1 ausprobieren, der in zehn kurzen Audiodialogen den Grundwortschatz und das deutsche Zahlenverständnis vermittelt. Alle Dialoge und Übungen sind sehr einfach und unterhaltsam: Sie können sie auch unterwegs oder in der Mittagspause machen. Neueinsteiger können auch den Radio D-Audiokurs besuchen, der das Hörverständnis trainiert und die Grundstrukturen der deutschen Grammatik vermittelt.

Die Deutsche Welle hat den kostenlosen Online-Deutschkurs Nicos Weg gestartet, der auch auf Russisch verfügbar ist. Der Videoroman erzählt die Geschichte von Niko Gonzalez, der seine ersten Schritte macht, um die deutsche Sprache, Kultur und Traditionen kennenzulernen. Gemeinsam mit dem charmanten Spanier haben Sie die Möglichkeit, Deutsch zu lernen und mehr über das Land zu erfahren. Der Kurs ist auch als mobile Anwendung verfügbar.

Für diejenigen, die sich in der deutschen Sprache sicherer fühlen, bietet Franklang.ru Bücher an, die sich an der Methode von Ilya Frank orientieren. Ohne den Originaltext zu verändern, mit kompletter russischer Übersetzung und mit Kommentar. Die Bücher, von denen es sowohl kostenpflichtige als auch kostenlose Exemplare gibt, sind nach Niveaustufen gegliedert. Dies ist eine gute Gelegenheit, Ihren Wortschatz zu erweitern und sich Redewendungen und Grammatik einzuprägen. 


Darüber hinaus empfehlen Experten, sich Filme und Fernsehserien in der Originalsprache anzusehen (wählen Sie solche aus, die Sie bereits kennen, damit Sie nicht auf die Handlung, sondern auf die Sprache achten) sowie Hörbücher und Podcasts zu hören. Auf diese Weise können Sie das Nützliche mit dem Angenehmen verbinden und die Sprache spielerisch lernen.

Alles, was man über das Spiel Superkraft Deutsch wissen muss
„Superkraft Deutsch“ ist ein digitales Kartenspiel für IOS & Android, das auf der App „Singleton“ von gamelab.berlin basiert. Anlässlich der Reise des virtuellen Zuges „Deutschland-Express“ haben wir ein spezielles Kartendeck entwickelt, um deine Deutsch-Superkraft zu stärken! Auf jeder Karte finden Sie eine kleine Aufgabe, die Sie Ihrem großen Ziel Deutsch zu sprechen und Deutschland kennenlernen näher bringt.

Jede dieser Spielkarten hilft Ihnen bei Ihrer persönlichen Entwicklung und kostet Sie nur einen kurzen Moment Ihrer Zeit. Zu unseren Deutsch-Superkräften gehören die Superkräfte Entdecken, Kreativität, Schmecken, Technik und Musik – es wird also nie langweilig. Für jede gespielte Karte erhalten Sie Punkte, in Singleton Sings genannt. Wenn Sie genügend Sings gesammelt haben, können Sie das nächste Level erreichen und neue Spielkarten freischalten. Die Aufgaben, die Sie auf den Karten finden, können ganz unterschiedlich sein - von kleinen Erkundungstouren in Ihrer eigenen Stadt über spannende Fakten zu Deutschland bis hin zu Quizfragen ist alles dabei. 


Mit der Superkraft „Entdecken“ entwickeln Sie im Handumdrehen Ihren eigenen Deutschland-Kompass! Können Sie auf Anhieb berühmte deutsche Gebäude erkennen? Gibt es vielleicht auch in in Ihrer Stadt deutsche Spuren? Sind Sie sprachlich fit für Ihre erste Deutschlandreise? Lassen Sie Ihrer Wanderlust freien Lauf – denn es gibt viel zu entdecken. 


Mit der Superkraft „Kreativität“ können Sie Ihrer künstlerischen Seite freien Lauf lassen! Schaffen Sie es, berühmte deutsche Gemälde mit Gegenständen aus Ihrer Wohnung nachzustellen? Haben Sie Deutschlerntipps, die Sie mit anderen teilen möchten? Wie stehen Sie zum Thema Upcycling? Entdecken Sie diese und viele weitere Inspirationen und boosten Sie Ihre Superkraft „Kreativität“. 


Auch bei der Superkraft „Schmecken“ gibt es viel zu entdecken! Wissen Sie, was die Deutschen unter Russisch Brot verstehen? Können Ihre Freunde ein Gericht erraten, wenn Sie Ihnen die Zubereitung auf Deutsch erklären? Nehmen Sie unsere To-Go-Becher Challenge an? Diese und weitere Aufgaben warten auf Sie. Laden Sie sich jetzt die App Singleton herunter und werden Sie zum Deutsch-Hero!


Mit der Superkraft „Technik“ können Sie Ihr Wissen unter Beweis stellen und neues dazulernen! Wissen Sie, welche Erfindung der deutsche Konrad Zuse gemacht hat? Kennen Sie die besten Tipps zum Wasser sparen? Haben Sie Lust auf ein kleines Experiment mit Spaghettis? Zeigen Sie Ihren Erfindungsreichtum mit der Superkraft „Technik“. 


Mit der Superkraft „Musik“ können Sie viel Neues kennenlernen und sogar selbst zum Superstar werden! Wissen Sie, warum die Band Kraftklub nicht nach Berlin will? Haben Sie schon eine Playlist mit den besten deutschen Songs? Sind Sie bereit, den nächsten TikTok Trend zu starten? Lassen Sie das Crowdsurfing beginnen und reißen Sie alle mit Ihrer Superkraft „Musik“ vom Hocker!

Fünf ungewöhnliche Fakten über München
Der 14. Juni 1158 ist das Datum, mit dem die Geschichte Münchens beginnt: An diesem Tag wurde die Stadt erstmals urkundlich erwähnt. Jedoch musste die Stadt noch 17 weitere Jahre warten, bis sie sich auch offiziell Stadt nennen durfte. Eine Art Geschenk zur Volljährigkeit. Aus diesem Anlass finden Sie hier fünf ungewöhnliche Fakten über München.

München ist die Stadt der Singles: Umfragen zeigen, dass 46 % der Münchner Single sind.

Kurt Cobain spielte sein letztes Konzert in München, Freddie Mercury feierte hier seinen 39. Geburtstag mit einem Knall, und Jimi Hendrix zertrümmerte hier 1966 seine erste Gitarre.

Münchens beliebteste Neugeborenennamen für 2020 reimen sich perfekt: Emilia und Maximilian.

Gebäude, die höher sind als die Frauenkirche (etwa 100 Meter hoch), sind im Stadtzentrum verboten. Ihr nördlicher Turm ist übrigens 12 Zentimeter höher als der südliche.

München hat im Durchschnitt 5,2 Stunden Sonnenschein pro Tag - mehr als jede andere Großstadt in Deutschland.

Traditionelle Herbstgerichte in Deutschland
In Deutschland haben saisonale Messen eine lange Tradition, die nicht nur Einheimische, sondern auch Touristen aus aller Welt anziehen. Die Gründe dafür liegen auf der Hand: Zum Einen unterstützen die Besucher damit lokale Erzeuger, zum Anderen können sie die deftige und qualitativ hochwertige traditionelle deutsche Küche genießen. Kartoffeln und Kürbis gehören zu den wichtigsten Zutaten der deutschen Küche und sind im Herbst sehr beliebt. Suppen, Eintöpfe, Salate und sogar Desserts werden auf der Grundlage dieses Gemüses zubereitet.

Herzhafte Esser werden Rouladen oder Kohlrouladen mit Eintopf lieben. Wer es noch deftiger mag, bestellt die Fleischrouladen, die mehr Fleisch und weniger Gemüse enthalten.

Ein weiteres einfaches und gesundes traditionelles deutsches Gericht ist der Linseneintopf (geschmortes Fleisch mit Linsen und Gemüse der Saison). Es ist ein sehr beliebtes Mittagessen: Sie können es gekühlt in fast jedem Supermarkt in Deutschland kaufen.

Wenn es Zeit für eine süße Leckerei ist, probieren Sie die Hefeplinsen. Zuerst waren sie in Ostdeutschland beliebt und wurden später im ganzen Land populär. Am liebsten mögen die Deutschen ihre Pfannkuchen mit Zucker, Zimt, Apfelmarmelade oder gesalzener Butter.

Warum sollte man den Roman „Frau Sartoris“ von Elke Schmitter lesen?
Wir berichten über den Roman der deutschen Schriftstellerin Elke Schmitter, die wir im Rahmen des Online-Festivals „Deutschland-Express“ kennengelernt haben: der Roman „Frau Sartoris“ aus dem Jahr 2000 gilt als eines der hundert wichtigsten deutschen Bücher des 20. Jahrhunderts. Es wurde in 21 Sprachen übersetzt und Elke erhielt dafür den „Niederrheinischen Literaturpreis“.

„Frau Sartoris“ ist ein Buch, das sehr oft mit „Madame Bovary“ in Verbindung gebracht wird: ein ununterbrochener Monolog der Protagonistin, eine ausufernde Reflexion über die Ereignisse ihres Lebens.

Der Roman erzählt die Geschichte von zwei Generationen deutscher Hausfrauen, die im Nachkriegsdeutschland ein hartes Leben führen und von ihren Töchtern, die eine Art „intellektuelle Rebellion“ gegen eine patriarchalische Welt vollführen.

Elke Schmitter hat ein sehr entspanntes und doch intensives Erzähltempo gewählt. Das gesamte Buch hat nur 160 Seiten. Es ist letztlich die ganze Geschichte einer Frau mittleren Alters, die einfach nicht das Glück hatte, in ihrem Leben die richtigen Entscheidungen zu treffen.


Eine gute Geschichte zeichnet sich dadurch aus, dass die Ereignisse so verdreht sind, dass sie sich, Mosaiksteinchen gleich, erst ganz am Ende im Kopf zusammenfügen. Genau so ist „Frau Sartoris“ geschrieben.

Zuschüsse und Stipendien für kreative Berufe
Die Kreativwirtschaft ist fest in der deutschen Wirtschaft verankert. Aus diesem Grund hat das Land Unterstützung für Kreativschaffende entwickelt, sowohl für Berufsanfänger als auch für Berufstätige.
Die beliebteste und begehrteste Form der Unterstützung sind staatliche Stipendien, für die sich Angehörige verschiedener Berufsgruppen, vom Museumsmitarbeiter bis zum Digitalkünstler, bewerben können. In Deutschland gibt es zum Beispiel ein DAAD-Stipendienprogramm für kreative Studierende. Der Deutsche Akademische Austauschdienst bietet Stipendien für Graduiertenstudien an deutschen Universitäten an. Insgesamt gibt es Stipendien in vier verschiedenen Kategorien: Architektur, Bildende Kunst, Theater und Musik.

Ein separates Stipendium dient der Förderung junger Musiker. Das Oskar und Vera Ritter-Stipendium richtet sich an deutsche Musikhochschulstudenten bis zum Alter von 30 Jahren.

Die Stuttgarter Akademie Schloss Solitude bietet ein umfangreiches Förderprogramm: Alle zwei Jahre wird ein Stipendium an Absolventen aus den Bereichen Architektur, Bildende und Darstellende Kunst, Design, Literatur, Musik und Medien vergeben. Bevorzugt werden Studenten unter 35 Jahren, aber auch ältere Studenten können zugelassen werden, sofern ihr Abschluss zum Zeitpunkt der Bewerbung nicht länger als fünf Jahre zurückliegt.

Ruhetag und Ladenschlussgesetz: Warum sind die Geschäfte in Deutschland sonntags geschlossen?
Viele Menschen sind daran gewöhnt, dass sie an jedem Tag und zu jeder Zeit kaufen können, was sie wollen. Aber nicht in Deutschland: Das Land hat einige der strengsten Gesetze in Europa, wenn es um die Öffnungszeiten öffentlicher Einrichtungen geht. Aus diesem Grund werden die Sonntage hier zu Ruhetagen. Die ersten gesetzlichen Beschränkungen der Ladenöffnungszeiten an Wochenenden datieren auf den Beginn des 20.Jahrhunderts zurück. Im Jahr 1919 wurde zum ersten Mal ein Verbot erlassen, Kunden an Sonntagen und an Wochentagen nach 19 Uhr zu bedienen.

1956 wurde in Westdeutschland das Ladenschlussgesetz verabschiedet, wonach Einzelhandelsgeschäfte werktags nur bis 18.30 Uhr und samstags nur bis 14 Uhr geöffnet sein durften. Der Handel an Sonn- und Feiertagen war verboten.

Nach dem Fall der Berliner Mauer im Jahr 1989 wurde das Gesetz in ganz Deutschland anwendbar, obwohl die Beschränkungen in der DDR zuvor viel lockerer gewesen waren. Seit 1996 gibt es einen Trend zur Lockerung der Bedingungen: 2003 wurden die Ladenöffnungszeiten in Deutschland auf 20 Uhr an Samstagen ausgedehnt, und in einigen Bundesländern entstanden Spätkaufstellen – kleine Einzelhandelsgeschäfte, die bis spät in die Nacht und das ganze Wochenende geöffnet sind.


Diese ungewöhnlichen Regelungen in einem der freiesten Länder der Welt ist auf den Einfluss der katholischen und protestantischen Kirchen sowie der Gewerkschaften und Betriebsräte zurückzuführen. Die Deutschen selbst betrachten den Sonntag jedoch als einen Tag, den sie mit ihren Familienmitgliedern verbringen und an dem sie gerne zu Hause bleiben.

Es gibt sogar eine „Allianz für den freien Sonntag“, die auf ihrer Website erklärt: „Der Sonntag ist kein Tag zum Einkaufen und Arbeiten. Er gehört zu Familie, Glaube und Kultur, Sport, Geselligkeit und Entspannung. So soll es sein!“ Vor kurzem feierte der Verband das 1700-jährige Jubiläum der freien Sonntage, das auf ein Dekret Konstantins des Großen aus dem Jahr 321 zurückgeht.

Trotz der bestehenden Ordnung sind laut einer Umfrage von Spiegel Online mehr als 61 % der Befragten der Meinung, dass die Geschäfte selbst entscheiden sollten, ob sie am Sonntag arbeiten oder nicht. Die Chefs der größten deutschen Einzelhandelsketten widersprechen ihnen: Nach Ansicht von Markenvertretern würde die Sonntagsöffnung von Supermärkten kaum zu einer signifikanten Steigerung von Umsatz und Gewinn führen.

Gastronomische Herbstfestivals in Deutschland
Wer nach Deutschland reist, träumt wahrscheinlich davon, die besten lokalen Biere zu probieren. Beschränken Sie sich nicht auf das Oktoberfest – es gibt auch Weinfeste. Das größte Weinfest der Welt und Deutschlands beliebtester Wurstmarkt findet jedes Jahr in Bad Dürkheim statt. Zusammen mit dem Wein werden den Besuchern des Festes Dutzende von Fleischgerichten angeboten. Ursprünglich wurde der Wurstmarkt vor allem von den Bauern veranstaltet, die am St. Michaelstag die Ernte feierten. Im Laufe der Zeit zog das Fest aber immer mehr Besucher aus ganz Deutschland an – heute besuchen jährlich rund 600.000 Menschen den Wurstmarkt.

Zu den Höhepunkten des Festes gehören das größte Weinfass der Welt, das Dürkheimer Riesenfaß mit einem Fassungsvermögen von 1,7 Millionen Litern Wein, Verkostungen lokaler landwirtschaftlicher Erzeugnisse und Weine sowie Messen, Shows, Konzerte und Veranstaltungen für Kinder.

Eine ebenso große gastronomische Veranstaltung findet in Stuttgart statt - das Stuttgarter Weindorf. Denn das Bundesland Baden-Württemberg, in dem Stuttgart liegt, ist berühmt für seine jahrhundertelange Weinbautradition. Das Festival fand erstmals 1974 statt und bringt seither die besten Winzer der Region auf einer Bühne zusammen.


Das traditionelle Weindorf findet an 12 Tagen statt, an denen die Besucher bis zu 250 der besten deutschen Weine, bayerische und schwäbische Spezialitäten und eine Vielzahl von Schokoladendesserts probieren können.

Fünf Gründe von Filmkritikerin Ksenia Reutova, den Film „Pina von Wim Wenders zu sehen
Dies ist einer der außergewöhnlichsten Dokumentarfilme in der Geschichte des Weltkinos. Denn Wenders' Film weist nicht die typischen Merkmale eines Dokumentarfilms auf, wie etwa eine historische Chronik oder ein Interview. Protagonistin ist die deutsche Tänzerin und Choreografin Pina Bausch, die viele Jahre lang ein Tanztheater in Wuppertal leitete. Das Porträt von Pina besteht aus kurzen Monologen, die von ihren Tänzern gesprochen werden, und den Tanznummern, die sie in Erinnerung an sie aufführen.

Der Film entstand noch zu Lebzeiten von Pina Bausch, die dem Regisseur zwei fast unmögliche Bedingungen stellte. Erstens: Der Film darf nicht biografisch sein. Die Handlung muss von ihrer Arbeit und nicht von ihrer Persönlichkeit oder ihrem Schicksal bestimmt sein. Bedingung zwei: ein Minimum an Wörtern. Bausch, die der Meinung war, dass Worte die Magie des Tanzes zerstören, wollte nicht, dass ihre Arbeit beschrieben oder interpretiert wird – Wenders ist es gelungen, beide Anforderungen zu erfüllen.

So ist unter den schwierigsten Bedingungen ein Gemälde entstanden. Ursprünglich wollte Wenders mit dem Bausch-Theater auf Tournee gehen. Doch wenige Tage vor Beginn der Dreharbeiten starb Pina. Schockiert von dieser Nachricht rief der Regisseur die Produzenten an und sagte, dass der Film nicht gedreht werden würde. Nur die Schauspieler des Theaters konnten ihn dazu überreden, den Film zu machen, der nun an Pina erinnert.


Die besten Regisseure Europas träumten viele Jahre lang davon, die verschlossene und rätselhafte Persönlichkeit der großen deutschen Choreographin zu entdecken. So spielte Pina Bausch in Federico Fellinis „Und das Schiff segelt...“. Ein Fragment ihres Balletts „Café Muller“ wurde in Pedro Almodovars „Sprich mit ihr“ aufgenommen. Ein Dokumentarfilm über Bausch wurde von der belgischen Regisseurin Chantal Akerman gedreht. Viele Kritiker sind jedoch der Meinung, dass Wenders, ein Landsmann von Pina, am ehesten in der Lage war, ihr Geheimnis zu enträtseln.


Neben Pina hat der Film eine weitere wichtige Figur – die Stadt Wuppertal. Die Bausch-Truppe ging auf Welttournee, kehrte aber immer wieder nach Deutschland zurück. Am Drehort verwandelte Wenders die Stadt und ihre Umgebung in eine riesige Tanzfläche. Die Theaterkünstler tanzen in den Parks, in den Industriegebieten, auf der Hauptstraße unter der berühmten Wuppertaler Schwebebahn. Gewöhnliche Stadtlandschaften verwandeln sich so in eine fast märchenhafte Kulisse, erfüllt von einer großen Liebe zum Ruhrgebiet, der Heimat von Pina.

Das Museum für zeitgenössische urbane Kunst in Berlin
Man würde annehmen, dass Graffiti-Künstler keine Ausstellung brauchen – schließlich gibt es in der Stadt so viele Orte, die sie schmücken können. Im Jahre 2017 eröffnete in Berlin jedoch das weltweit erste Museum für zeitgenössische urbane Kunst, in dem die Werke unabhängiger Künstler ausgestellt werden. Die Dauerausstellung umfasst mehr als 130 Werke international bekannter Straßenkünstler, darunter Shepard Fairey (USA), das Duo Herakut (Polen), 1010 (Hamburg, Deutschland) und andere Künstler.

Laut der Initiatorin des Projekts, der Galeristin Yasha Young, besteht das Ziel des Projekts darin, die Entwicklung der Straßenkunst in der ganzen Welt zu fördern und dieser gefährdeten Kunstform ein dauerhaftes Zuhause zu geben. „Es gibt Straßenkunstwerke, die es schon seit Jahren gibt, zum Beispiel „Der Mann auf dem Mond“ im Berliner Stadtteil Kreuzberg. Aber wenn jemand Graffiti übermalen will, kann man ihn nicht daran hindern“, fügt sie hinzu.

Die Arbeiten des Münchner Streetart-Trendsetters Loomit, des Guinness-Buch der Rekorde-Kandidaten Daim, des Berliner Graffiti-Writers Nomad und des ZEBU-Duos sind weltweit bekannt.


Yasha Young sagt, dass das Museum die Unterstützung von Architekten, Universitäten und Stadtplanern des Landes in Anspruch nehmen wird, um die Straßenkunst zu fördern. „Wir werden regelmäßig Tage der offenen Tür in den Werkstätten der Schriftsteller, die mit uns zusammenarbeiten, veranstalten. Wer möchte, kann also vorbeikommen und sie mit eigenen Augen bei der Arbeit sehen“, versichert die Galeristin.

Residenzen für Künstler in Deutschland
Was kann jemand, der einen künstlerischen Beruf ausübt, schon wollen? Einsamkeit oder Gesellschaft von Gleichgesinnten? Ein geschlossenes Studio oder ein Blick in die unendliche Weite? Das pulsierende Stadtleben oder die friedliche Natur? Manchmal wagen sich Künstler, Forscher, Musiker und Schriftsteller auch in Künstlerhäuser, um verschiedene Arbeitsformen auszuprobieren, lang geplante Projekte zu verwirklichen oder lang ersehnte Inspiration zu finden. Wir haben eine Auswahl einiger Orte in Deutschland zusammengestellt, an denen Sie am erfolgreichsten arbeiten können.

Wapping Project Residency in Berlin heißt Künstlerinnen und Künstler in der Mitte ihrer Laufbahn willkommen, die eine Pause brauchen. Der Bewohner kann also ganz einfach damit rechnen, untergebracht zu werden. 

Die Akademie Schloss Solitude in Stuttgart erwartet Architekten, Künstler, Forscher, Designer und andere. Die Stipendiaten können mit einer Unterkunft, einem Stipendium und der Erstattung ihrer Reisekosten rechnen.

Radio Art Residency in Weimar richtet sich an Klangkünstler und Musiker. Der Praktikant kann mit einer Unterkunft, einem Stipendium und der Erstattung der Reisekosten rechnen.

Das Künstlerhaus Schloss Balmoral in Bad Ems beherbergt Künstler, die in verschiedenen Kunstformen arbeiten. Der Bewohner kann mit einer Unterkunft und einem Stipendium rechnen.

Die Starke-Stiftung in Berlin öffnet ihre Türen für Künstler, die gerade ihre Karrieren beginnen. Ihnen wird eine Unterkunft zur Verfügung gestellt.

Cyber-Sport in Deutschland
Cybersport ist ein Bereich, der sich rasant entwickelt, immer mehr Aufmerksamkeit auf sich zieht und der den Anspruch erhebt, als Profisport anerkannt zu werden. Werfen wir einen Blick auf die Entwicklungen im Cybersport in Deutschland, das als europäischer Spitzenreiter in diesem Bereich gilt.

Cybersport ist ein wichtiger Bestandteil der deutschen Populärkultur geworden. Zwei Drittel der Deutschen haben schon einmal von Cybersport gehört, und rund 11 Millionen Menschen sehen sich den Wettbewerb regelmäßig an. Deutschland ist Austragungsort weltberühmter Veranstaltungen wie der ESL One in Köln und Hamburg, der League of Legends European Championship (LEC) und des PUBG Global Invitational. Der deutsche eSports-Markt wird bis 2023 voraussichtlich knapp 200 Millionen Euro erreichen.

Der erfolgreichste deutsche eSportler ist Kuro Tahasomi. Im Laufe seiner Karriere hat er mehr als 5 Millionen Dollar an Preisgeldern in Dota verdient. Auch schließen sich viele der Spieler zusammen: 22 von ihnen gründeten 2017 den eSport-Bund Deutschland. Die deutschen Fußballvereine haben den globalen Trend aufgegriffen und damit begonnen, sich für den Cybersport zu interessieren. Sie stellen ihre eigenen Teams zusammen, vor allem um FIFA zu spielen. Für Fachleute aus anderen Ländern wurde Ende 2019 außerdem ein Cyberport-Visum entwickelt, das angehenden Spielern die Einreise in das Land erleichtert.


Der offizielle Status dieser Tätigkeit ist jedoch immer noch nicht geklärt, was für die Sportler natürlich frustrierend ist. Zwar wurde im Jahr 2018 über die Anerkennung des Cybersports diskutiert (Russland war übrigens das erste Land, das diesen Sport anerkannte), jedoch ist dies nach wie vor nicht geschehen und Experten sind nicht allzu optimistisch, was die Chancen auf eine Anerkennung in naher Zukunft angeht. Als Lösung schlagen die Politiker vor, das Konzept in eGaming und virtuelle Sportarten (Simulatoren) zu unterteilen. Dies könnte der zweiten Gruppe die Möglichkeit geben, einen offiziellen Status zu bekommen und damit auch staatliche Förderung zu erhalten. Doch eine solche Lösung passt dem deutschen Cybersportverband nicht.

Wettbewerbe und Stipendien für Journalisten in Deutschland
Artikel 5 des deutschen Grundgesetzes garantiert die Meinungsfreiheit, was gleichzeitig die freie Ausübung des Berufs des Journalisten bedeutet. Der Journalismus wird in diesem Land also sehr ernst genommen: Es ist nicht leicht, an eine Journalistenschule zu kommen, und es ist noch schwieriger, Journalismus zu studieren. Aber für die besonders Begabten gibt es Wettbewerbe und Stipendien, die den Weg zum Traum verkürzen.

Junge Berufstätige können sich beispielsweise um das Marion Gräfin Dönhoff Journalistenstipendium bewerben. Im Rahmen eines Praktikums können junge Berufstätige zwei Monate lang in einem der deutschen Medienhäuser arbeiten. Um für eine Unterstützung in Frage zu kommen, müssen sie über Berufserfahrung und gute Deutschkenntnisse verfügen. Bewerben können sich Menschen im Alter zwischen 23 und 35 Jahren.

Wer ein eigenes Forschungsprojekt durchführen möchte, kann sich um ein Europäischen Journalisten-Stipendium bewerben. Das Programm bietet den Stipendiaten die Möglichkeit, bis zu 10 Monate in Berlin zu verbringen, an der Entwicklung ihrer eigenen Ideen zu arbeiten und ein Stipendium von 1.000 Euro pro Monat zu erhalten. Diese Option ist nur für erfahrene Journalisten mit guten Deutschkenntnissen verfügbar. Um Unterstützung zu erhalten, müssen sie ihr geplantes Projekt vorstellen und die Kommission von dessen Bedeutung überzeugen.

Eine weitere Alternative ist das Stipendium des Deutsch-Russischen Forums. Das Programm bietet ein sechswöchiges Praktikum bei einer führenden deutschen Zeitschrift. Teilnahmeberechtigt sind deutschsprachige Journalismusstudenten mit Berufserfahrung. Die Stipendiaten erhalten eine Unterstützung von 600 Euro, alle Reisekosten werden von den Veranstaltern übernommen.

Das Ostkurs-Programm richtet sich an Studierende aus Mittel- und Osteuropa. Die Teilnehmer absolvieren eine dreiwöchige Ausbildung an der Katholischen Journalistenschule in München. Im Rahmen der Ausbildung werden die jungen Journalisten in grundlegende Formate eingeführt und können sich außerdem mit deutschen Medienvertretern austauschen. Voraussetzung für die Teilnahme an dem Programm sind nachweisliche journalistische Erfahrungen und gute Deutschkenntnisse. Das Angebot richtet sich an Personen zwischen 23 und 32 Jahren.

Und schließlich können sowohl Journalisten als auch Studenten anderer Berufe, die über Themen von globaler Relevanz sprechen wollen, am Internationalen Parlamentarischen Stipendienprogramm teilnehmen. Das heißt, die Stipendiaten haben die Möglichkeit, ein Praktikum im Bundestag zu absolvieren. Das Programm hat eine Laufzeit von sechs Monaten. Während dieser Zeit arbeiten die Praktikanten im Bundestag und unterstützen die Abgeordneten. Um diese Erfahrung zu machen, ist es wichtig, ein B2-Niveau in Deutsch und einen Hochschulabschluss zu haben, Staatsbürger der Russischen Föderation zu sein und ein gutes Verständnis der deutschen politischen Agenda zu haben. Antragsberechtigt sind Personen unter 30 Jahren.

Ein Geschäft mit Mephistopheles ist jetzt auch in der virtuellen Realität möglich
Das Meisterwerk der klassischen deutschen Literatur und der Höhepunkt im Schaffen Johann Wolfgang von Goethes, die Tragödie „Faust“, ist virtualisiert worden: Denn die Deutsche Nationalbibliothek hat das philosophische Gedicht für ein Spiel mit der Virtual-Reality-Brille adaptiert. Das Spiel hatte seine Premiere in Leipzig und ist nun auch in Frankfurt am Main erhältlich.

Zwar hält sich das interaktive digitale Projekt Goethe VR eng an die literarische Vorlage, hat dabei aber eine ganz eigene dramatische Dynamik. Wie die Organisatoren betonen, ermöglicht es das Spiel, das Drama des Dr. Faustus dank der Möglichkeiten, welche die virtuelle Realität biete, völlig neu zu erfahren und zu erleben. Zusammen mit Faustus schließen die Spieler den Pakt mit Mephistopheles, gehen zu den Hexen, um das Elixier der Jugend zu holen, treffen die unschuldige Margarete und durchleben eine ganze Reihe weiterer Prüfungen und Versuchungen.

Das virtuelle Spiel Goethe VR in der Deutschen Nationalbibliothek kann in neun Sprachen gespielt werden, darunter auch Russisch. Das Spiel dauert etwa 15 Minuten.

Kinderliteratur aus Deutschland: fünf zeitgenössische Schriftstellerinnen und Schriftsteller
Schwer zu glauben, aber wahr: die Bücher von Hoffmann und den Brüdern Grimm bedeuten nicht das Ende der deutschen Kinderliteratur (obwohl sie, seien wir ehrlich, nicht gerade als  Kinderbuchautoren im modernen Sinne zu betrachten sind). Hier eine Auswahl von fünf Autoren, deren Bücher für Kinder und Jugendliche lesenswert sind.

Otfried Preußler (1923-2013), Autor von 32 Büchern, die in 55 Sprachen übersetzt wurden. Die bekanntesten von ihnen sind: „Der kleine Wassermann“ (1956), „Die kleine Hexe“ (1957), „Das kleine Gespenst“ (1966) und „Krabat“ (1971). In Preußlers Werken, in denen Märchen und Märchenroman zu einem zentralen Genre geworden sind, erscheinen traditionell negativ besetzte Märchen- und Sagengestalten oft als positive Hauptfiguren.

Cornelia Funke (geboren 1958) hat über 50 Bücher geschrieben, die in 37 Sprachen übersetzt wurden. Zehn davon wurden verfilmt. Die bekanntesten von ihnen sind: „Herr der Diebe“ (2000), „Draсhenreiter“ (1997), „Tintenherz“ (2006) und „Hände weg vom Mississippi“ (2010). Die Schriftstellerin hat damit die deutsche Tradition des Fantasy-Genres weiterentwickelt und gilt als eine der beliebtesten und einflussreichsten deutschen Autorinnen der Gegenwart.


Kerstin Gier (geb. 1966) hat mehr als 20 Bücher geschrieben, von denen die bekanntesten zur Zeitlos-Trilogie (2007-2011) und zur Silber-Trilogie (2013-2015) gehören. Sie debütierte als Autorin von Frauenromanen und wandte sich erst später der Jugendliteratur und dem Fantasy-Genre zu.


Wolf Erlbruch (geboren 1948) ist Autor und Illustrator von über 20 Büchern. Zu seinen bekanntesten Werken gehören „Der kleine Maulwurf, der wissen wollte, wer ihm auf den Kopf gemacht hat“ (1989), „Frau Meier, die Amsel“ (1997) und „Ente, Tod und Tulpe“ (2008). Er ist vor allem als Illustrator und Autor von Bilderbüchern bekannt, die entgegen der Tradition des Genres oft schwierige Themen behandeln, die so in der Kinderliteratur bisher nicht vorkamen.


Andreas Steinhöfel (geboren 1962) hat mehr als 20 Bücher geschrieben. Die bekanntesten von ihnen sind: „Paul Vier und die Schröders“ (1992), „Die Mitte der Welt“ (1998) und „Rico, Oskar und die Tieferschatten“ (2008). Seine Werke, von denen einige die Tradition des Kinderdetektivromans weiterentwickelt haben, sind mittlerweile zur Pflichtlektüre deutscher Schulen geworden.

Lieben Sie Jazz genauso sehr wie wir?
Anfang November verwandelt sich Berlin traditionell in einen Hotspot für europäische Jazzfans. Das Berliner Jazzfestival, auch bekannt als Jazzfest Berlin, bringt Musiker aus der ganzen Welt zusammen und gilt als eine der ältesten und angesehensten Jazzveranstaltungen in Europa. Das Programm ist so vielfältig wie der Jazz selbst. Seit 1964, als das Festival zum ersten Mal in West-Berlin stattfand, haben mehr als 5.100 Künstler und 1.200 Bands an dem Festival teilgenommen. Darunter sind Jazzlegenden wie Miles Davis, Duke Ellington, Charles Mingus, Pat Metheny, Avishai Cohen, Dizzy Gillespie und Joe Zawinul.
Statt finden die Konzerte des Jazzfests Berlin auf den Bühnen der größten Kultureinrichtungen und Clubs der Stadt. Zu den wichtigsten Veranstaltungsorten gehören das Haus der Berliner Festspiele, das Jazz-Institut Berlin, die Berliner Philharmonie, das Zentrum für zeitgenössische Kunst „Haus der Kulturen der Welt“ und der Internationale Jazzclub A-Trane.
Deutsch für Kinder: eine nützliche Ressource
Deutsch ist die beliebteste europäische Sprache in Russland. Zwar denken viele Leute, dass es wegen der zusammengesetzten Wörter und der Grammatik schwierig zu lernen ist, es reicht jedoch aus, die Grundlagen zu verstehen, um mit dem Lesen und Sprechen der Sprache zu beginnen. Es heißt, dass das Erlernen von Fremdsprachen für Kinder einfacher ist, da sie die schwierigsten Sprachen auf spielerische Weise lernen können. In unseren Karten erfahren Sie, mit welchen Mitteln Ihr Kind auf interessante und unterhaltsame Weise Deutsch lernen kann.

So hat das Goethe-Institut zum Beispiel eine Online-Universität für Kinder in Russland ins Leben gerufen. Dies ist ein kostenloses Bildungsprojekt des Instituts für Kinder von 8 bis 12 Jahren. Hier nehmen die Lehrerinnen und Lehrer an unterhaltsamen Workshops teil, lernen etwas über die Welt um sie herum und diskutieren auf Deutsch über Themen, die sie interessieren.

Auch mit der Kinderzeitschrift Gecko kann man Deutsch üben und seinen Wortschatz verbessern. Es handelt sich hierbei um ein monatliches Magazin für Kinder im Vorschulalter mit Auszügen aus beliebter Kinderliteratur, Spielen, Illustrationen und einfachen Sprachübungen, die das Deutschlernen erleichtern.

Eine weitere Zeitschrift für die Kleinen ist GEOlino Mini. Es macht die kleinen Leser mit den Bewohnern anderer Länder, Dschungel, Wüsten und Ozeane bekannt, erzählt erstaunliche Geschichten aus aller Welt und bereichert ihr Verständnis für die Welt um sie herum.

Die Stafette richtet sich an ältere Schüler und soll das kritische Denken und die Fähigkeit zur eigenen Meinungsbildung fördern. Das Magazin befasst sich mit Wissenschaft, Reisen, Gesellschaft, Schule und anderen Themen, die für Kinder interessant sind und die zum Nachdenken anregen.

Neben Zeitschriften können Sie auch den beliebten YouTube-Kinderkanal Lauras Stern abonnieren. Die Zeichentrickserie handelt von einem Mädchen namens Laura, das sich in denselben Situationen wiederfindet wie ihre Zuschauer: in der Schule, bei einer Geburtstagsfeier, bei einem Besuch und im Zoo. Durch typische Geschichten lernen die Kinder Deutsch, singen Lieder, erfahren etwas über deutsche Bräuche und verfolgen die Abenteuer ihrer Lieblingsfigur.

Zuhören und Lernen: 5 Audioressourcen auf Deutsch
Das Zuhören ist einer der wichtigsten Aspekte beim Erlernen einer Fremdsprache. Wir haben für Sie Möglichkeiten zusammengestellt, die Ihnen helfen, ihr Hörverständnis der deutschen Sprache zu verbessern.

Langsam gesprochene Nachrichten der Deutschen Welle

Sie wollen auf dem Laufenden bleiben und Ihr Deutsch verbessern? Der deutsche Sender Deutsche Welle bietet Ihnen dafür Audionachrichten in Zeitlupe. Darüber hinaus finden Sie am Ende jedes Titels angepasste Texte und thematische Wörterbücher.


Deutsches Radio online


Wer das Nützliche mit dem Angenehmen verbinden will, für den ist Radiohören auf Deutsch genau das Richtige. Einer der bekanntesten und beliebtesten Sender ist der Deutschladfunk. Hier gibt es neben aktuellen und spannenden Hits aus ganz Europa auch Dialoge von Muttersprachlern, interessante Sendungen und Nachrichten zu hören.


DeutschPod101


GermanPod101 bietet Ihnen Zugang zu über 1400 Lektionen und Videos der deutschen Sprache. Wenn Sie sich anmelden, können Sie auf spielerische Weise Deutsch lernen und Ihr Hörverständnis trainieren. Neben Audioaufnahmen mit detaillierten Transkripten und Übersetzungen haben die Nutzer auch Zugang zu Wörterbüchern, Quizfragen und mehr.


Langsam Deutsch


Slow German ist ein von der Journalistin Annik Rubens geschaffenes Hilfsmittel für Menschen, die Deutsch lernen. Die Website bietet Audioaufnahmen in deutscher Sprache zu einer Vielzahl von Themen und ermöglicht es ihnen, selbst die Geschwindigkeit, in der sie gesprochen werden, einzustellen, um beim Anhören keine Details zu verpassen. Die Audiodateien werden außerdem von Transkripten mit Übersetzungen und Worterklärungen begleitet.


Kaffeepause Deutsch


Sie haben keine Zeit, sich Vorträge und lange Podcasts anzuhören? Dann ist Coffee Break German genau das Richtige für Sie. Das Projekt ist in zwei Teile gegliedert: eines für Anfänger und eines für Fortgeschrittene. Die Episoden dauern 15-20 Minuten - das perfekte Timing also für eine Kaffeepause! Anhand der kurzen Dialoge im Podcast lernen Sie den Wortschatz, den Sie für die tägliche Kommunikation benötigen. In den folgenden Episoden werden schwierigere Themen sowie einige grammatikalische Fragen behandelt.

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